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Handstrick mit Tradition



Miesbach:

Handstrick mit Tradition

 

Theo Huber etabliert seit den 60er Jahren eine Handstrickmarke

 

Strümpfe, Westen oder Jacken zum oberbayerischen Dirndl oder der Lederhose getragen müssen gestrickt sein, am besten handgestrickt.

 

Einige Exemplare solcher Trachtenstrümpfe liegen auf dem Tisch im ersten Stock des Bekleidungshauses Waizmann, daran hängen ein kleines Schafwollknäuel und ein Etikett mit der Aufschrift „Theo Huber - Handstrick mit Tradition“.

 

Theo Huber führt das 1875 gegründet Bekleidungshauses Waizmann in Miesbach zusammen mit seiner Tochter Stefanie Marwick. Bereits Ende der 60er Jahre entwickelte er eine Handstrickmarke unter seinem Namen, die bis heute in renommierten Trachtenhäusern erfolgreich verkauft wird, weit über die Grenzen des alpenländischen Raumes hinaus, zum Teil sogar in Amerika.

 

Unter der Marke Theo Huber entstehen keineswegs nur Strümpfe. Jacken und Westen werden ebenfalls von Hand gestrickt. Die Modelle entwirft Theo Huber gemeinsam mit Monika Keck. Traditionelle Elemente werden mit modernen Schnitten und Farben kombiniert. Passend zu den Farben der Dirndl gibt es lila, pinkfarbene oder grüne handgestrickte Jacken.

 

Zu den großen Erfolgen gehört eine Damenjacke mit Kapuze im sportlichen Schnitt und eingearbeitetem modernem Abbild eines Hirschgeweihs. In eine andere, eher sportlich anmutende handgestrickte Jacke ist der Schriftzug „Spitzingsee und Wendelstein“ eingestrickt.

 

Eines vereint alle Modelle – sie entstammen der traditionellen Tracht, sind von hoher Qualität und Unikate. Die Handstrickarbeiten haben, anders als Maschinenstrickware, einen eigenen Charakter, erklärt Theo Huber.

 

Jede Strickerin habe ihre Art zu stricken. Die eine fasse die Maschen fester, die andere etwas lockerer und trotzdem müsse das Gesamtbild stimmen. Das sei eine hohe Kunst. Wichtig für die Qualität sei der persönliche Kontakt zu den Strickerinnen.

 

70 Handstrickerinnen beschäftigt Theo Huber, und zwar alle in Bayern. Zu allen hält er gemeinsam mit Monika Keck einen persönlichen Kontakt. Theo Huber schätzt die Arbeit seiner Strickerinnen sehr, kennt sie zum Teil über 40 Jahre, hat Freud und Leid in ihren Familien miterlebt und weiß, ohne seine Wertschätzung für die fleißigen Handarbeiterinnen unter ihnen auch 80-Jährige, wären die Modelle seiner Kollektionen nicht das, was sie sind.

 

So findet sich auf den Markenetiketten von Theo Huber nicht nur der Hinweis „Schön, dass wir unsere Modelle in dieser Qualität noch in Bayern fertigen können“, sondern ebenfalls der Name der Handstrickerin.

 

Überwiegend Schafwolle verwendet Theo Huber für seine Kleidungsstücke, aber auch Kaschmir werde nachgefragt. Teilweise lässt Theo Huber die Schafwolle eigens in Deutschland und Österreich für seine Kollektionen herstellen, um einen besonderen Wollcharakter zu erzielen. Mit viel Liebe zum Detail werden Loden- und Lederkrägen mit Stepperei bei einigen Modellen auf Jacken und Westen gearbeitet, ebenso ausgewählte Futterstoffe per Hand eingenäht. 

 

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