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Was macht eigentlich Stefan Kogler? Der Juniorenweltmeister im Slalom trainiert die künftige Weltelite
Stefan Koglers Karriere beginnt ganz normal für einen Buben, der in den Alpen das Licht der Welt erblickt: „Sehr früh war ich Mitglied im Skiclub Schliersee und mit zweieinhalb Jahren stand ich das erste Mal auf Skiern“, sagt der einstige Juniorenweltmeister im Slalom. Seine Mutter nahm ihn als Kindergartenkind, wann immer es möglich war, auch wochentags mit auf die Piste. Sie war es auch, die ihn und seine Freunde mittags von der Schule abholte und direkt auf die Piste fuhr.
Dabei erprobte sich Stefan Kogler in vielen Sportarten wie Handball, Leichtathletik, Turnen und Tennis. Beim Skifahren ist er geblieben. Der Vater, einst nordischer Kombinierer und Handballer, war stets an seiner Seite, bis zu seinem 14. Lebensjahr. Mit 15 Jahren besuchte er dann das Christophorus-Gymnasium in Berchtesgaden, das Schule und Leistungssport-Training verbinden lässt. Mit 19 wurde er Juniorenweltmeister. Das war im Jahre 2001 in Verbier/Schweiz.
Große Hoffnungen verbanden sich mit dem Titel. Einmal als Junior bei der Weltelite dabei, sollte es in der Weltelite weitergehen. Weltcup-Rennen waren angesagt. „Der Anschluss von der Kategorie Junior in die der Erwachsenen war ein großer Sprung“, sagt der heute 30-Jährige zehn Jahre nach seinem Erfolg. Die Trainingsläufe seien immer sehr gut gewesen, nur im Rennen selbst habe es ihn aus der Spur geworfen. Zwei Platzierungen im Weltcup unter den besten 20 gelangen ihm 2008, dazu der 3. Platz in der Europacup-Gesamtwertung und zwei Mal wurde er Deutscher Meister im Slalom, 2005 und 2010. Anfang dieses Jahres entschloss sich Stefan Kogler als Skirennläufer aufzuhören. Die Entscheidung sei ihm nicht leicht gefallen. Auch wenn er finanzielle Unterstützung von der Gemeinde Schliersee und dem Skiclub erhalten habe und seit 2001 Mitglied der Sportfördergruppe der Bundeswehr ist, sei der finanzielle Aufwand nicht mehr zu stemmen gewesen und das Ziel, die Weltspitze zu erreichen, in weite Ferne gerückt. Allein das Schneetraining umfasste 50 bis 60 Tage im Jahr und fand auf Gletschern in den Alpen statt. Die Anfahrt, die Hotel- und Pistenkosten mussten in den letzten 2 Jahren selbst finanziert werden. Hinzu kamen pro Woche zehn Trainingseinheiten Konditionstraining zu je zwei bis drei Stunden.
Ein ähnlich umfassendes Programm leistet Stefan Kogler nach wie vor, jetzt allerdings auf der anderen Seite. Als Co-Trainer des Deutschen Skiverbands trainiert er an der Seite von Bundestrainer Andreas Ertl die Junioren – Jungs im Alter von 14 bis 16 Jahren – im Slalom, Riesenslalom und Super-G. Unter ihnen ist der Sohn des Doppel-Olympiasiegers Markus Wasmeier, Lukas Wasmeier. Die Junioren sind bei allen internationalen FIS-Rennen dabei. Stefan Kogler ist speziell für die Schüler des Skigymnasiums Berchtesgaden und den Chiemgau zuständig. Es werde zurzeit viel in Trainingsanlagen investiert. Die Eliteschulen des Sports in Garmisch-Patenkirchen, Oberstorf und Berchtesgaden werden internationalen Standards angepasst. Als Trainer kann er mit seiner persönlichen Erfahrung die Junioren auf ihrem Weg zur Weltspitze bestens begleiten. Eines habe er im Sport gelernt: „Selbst bei Niederlagen nicht aufzugeben und bei allem die Freude zu bewahren.“
In Schliersee ist Stefan Kogler trotz seines vollen Terminkalenders regelmäßig präsent, wie beim Monte-Mare-Cup am Spitzing. Die Gemeinde habe ihn während seiner aktiven Zeit gesponsert, mit seinem Engagement möchte er sich dafür bedanken. |
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