Oberland Center Miesbach

Miesbach Der sehnliche Wunsch nach einem großen Einkaufsmarkt - besonders für Lebensmittel - geht jetzt nach langer Zeit endlich für die Miesbacher Bevölkerung in Erfüllung. Nach einigen Jahren des Wartens soll nach den Worten des Investors Dr. Herbert Küblböck, „Mitte oder spätestens Ende Oktober“, das Oberland Center am Miesbacher Bahnhofsplatz seine Pforten öffnen.
Auf insgesamt 4.500 Quadratmetern Nutzfläche und drei Etagen ( inklusive Erdgeschoss) gibt es hier fünf mehr oder weniger große Geschäfte, darunter den einzigen Lebensmittel-Discounter (NETTO von der EDEKA-Gruppe) in der Innenstadt und einen Modemarkt (AWG) sowie ein Fitnessstudio sowie das neue Verwaltungsgebäude der Kreissparkasse. Weitere Geschäfte sind der Müller-Markt als eine Art Kaufhaus, die Bäckerei Perkmann und eine Filiale der Tiernahrungsmittelkette „Fressnapf“.
„Das neue Oberland Center wird zu einer deutlichen Belebung und Attraktivität der Miesbacher Innenstadt führen“, ist sich Küblböck sicher, der nach vielen Jahren das ehemalige Rangierbahnhofgelände dank seines Engagements wieder mit Leben füllt. Auch für die Bewohner des Umlandes sei diese neue Einkaufsmöglichkeit mit verschiedenen Anbietern unter einem Dach wichtig. Er schätzt deshalb auf „zwei- bis dreitausend Kunden, die hier täglich herkommen, um mehrere Dinge gleichzeitig zu erledigen“.
Punkthaus, teilweise eine Wortschöpfung des Investors für das neue Gebäude der Sparkasse, bedeute in diesem Fall den Abschluss des Bahnhofsplatzes in Miesbach. Neben den Parkplätzen für die Mitarbeiter des größten Geldinstituts im Landkreis sind hier im Parkhaus zusätzlich 190 Stellplätze für die Kunden des Einkaufscenters vorhanden. Das Parkdeck ist dabei überdacht und im Norden erhält die Fassade eine Holzvertäfelung.
Auf das etwas groß und wuchtig von nicht wenigen Bürgern empfundene Gebäude angesprochen, versucht Herbert Küblböck zu beruhigen: „Das Gebäude sieht dann im Endstadium ganz anders aus als zunächst im Rohbau“. Nachdem der Stadtrat für den Bahnhofsvorplatz einen neuen Bebauungsplan aufstellen will, in dem der „Betonklotz Sundheimer“ zur Disposition und vor dem Abriss steht, könnte ein Teil des Stadtkerns zu einem neuen und schöneren Glanz gelangen.