Kenner der Volksmusik: Klaus Greinsberger

Fischbachau Auch wenn er seit gut einem Jahr im so genannten Ruhestand ist und davor fast 30 Jahre in Fischbachau das Tourismusbüro leitete, so ist Klaus Greinsberger weiterhin in seinem großen Hobby, der Volksmusik, stark eingebunden.
Tenorhorn und Glockenspiel
Der 63-Jährige gilt als ein Kenner dieser besonders in unserer Gegend weit verbreiteten Art von Musik, mit der er als Jugendlicher zum ersten Mal näher in Berührung kam. Damals lernte er das Spielen und die Fingerfertigkeit auf dem Akkordeon. Bald darauf brach sich aber sein Interesse für Blasinstrumente Bahn. Inzwischen ist er 44 Jahre Mitglied der Blaskapelle Elbach. Seine Instrumente sind das Tenorhorn und das Glockenspiel. Zusammen mit den Elbachern tritt er bei Trachtenfesten, Umzügen oder überörtlichen Festivitäten auf. Tradition hat auch das Frühjahrskonzert, das immer am Palmsamstag in der Schulsporthalle stattfindet.
Bringt Gästen Volksmusik nahe
Seine Leidenschaft gilt aber nicht nur dem Spielen eines Instruments, sondern der Organisation von Volksmusikveranstaltungen in Fischbachau. Es sei zeitaufwändig, sagt er und es bereite viel Spaß. Aus bescheidenen Anfängen heraus, habe er versucht im Rahmen seiner Tätigkeit beim Tourismusamt, „besonders den Gästen, Volksmusik nahe zu bringen.“
Bekannte Moderatoren wie Gustl Bauer
Vor rund 20 Jahren leistete er noch, unterstützt von den jeweiligen Bürgermeistern, Aufbauarbeit. Heute gibt es in keiner anderen Gemeinde des Landkreises in den Urlaubs- und Ferienmonaten Juli bis September Veranstaltungsreihen mit vier Volksmusikabenden alle drei Wochen. Und immer ist auch ein anerkannter Moderator auf dem Podium, der kenntnisreich mit Witz und Charme durch die Veranstaltung führt. Am Anfang war es der frühere Fischbachauer Trachtenvereinsvorstand Josef Riesenberger. Dann bekam er bei den stets ausverkauften Abenden, die früher im jetzigen Sitzungssaal des Rathauses und nun im Klostersaal über die Bühne gehen, Unterstützung von Gustl Bauer.
„Es ist für mich ein großer Vertrauensbeweis, denn die Gäste wissen vorher nicht, wer und welche Musikgruppen auftreten“, stellt der Volksmusikkenner fest. Dabei kommen diese teilweise von weit her, über Berchtesgaden und dem Chiemgau bis aus dem Garmischer Land und sogar aus Tirol. Erst nach einigen Jahren „dürfen“ wieder die gleichen Musikanten auftreten.
Der Netzwerker
Bei neuen Gruppen stellt er „ immer gewisse Qualitätsansprüche“. Inzwischen hat sich der agile Klaus Greinsberger in all den vielen Jahren ein Netzwerk an Kontakten aufgebaut. Aufmerksam beobachtet er die Szene im Landkreis und ist oft zu Gast bei anderen Veranstaltungen.
Natürlich hört er die Volksmusiksendungen des Bayerischen Rundfunks und dazu noch im österreichischen ORF Radio Salzburg. Das Internet benutzt er, um mit den Gruppen Kontakte herzustellen. „Den Wert unserer Volksmusik kann man gar nicht hoch genug einschätzen. Der Erhalt ist ganz wichtig, denn es ist hier praktisch fast jede Altersstufe vertreten und macht mit.“ Eine gute Tanzlmusik und viele ansprechende Instrumentalgruppen gebe es in unserem Gebiet. „Allerdings besteht derzeit ein gewisses Defizit im gesanglichen Bereich.“