Karl Valentin in Geitau

Bayrischzell/Geitau. „Die Zukunft war früher auch besser“, sagte Karl Valentin, Münchens berühmter Komiker und Kabarettist. Er wurde am 4. Juni 1882 in München geboren, also vor 125 Jahren. Seinem Spruch kann man heute vielleicht hinzusetzen, dass es immerhin früher in der Zukunft Schnee gab. Und diesem stellte sich Karl Valentin als Skifahrer in Geitau (Bayrischzell) in den zwanziger und dreißiger Jahren.
Karl Valentins erste Skiversuche
Gemeinsam mit Liesl Karlstadt, die eine Freundin der damaligen Besitzerin des Gasthauses „Rote Wand“, Leni Pellkofers, war, verbrachte er sommers wie winters Kurzurlaube in dem Gasthaus. Auf alten Fotos ist zu sehen, wie er hier seine ersten Skiversuche wagte. Immerhin hat Fritz Pellkofer der Olympiamannschaft in dieser Zeit angehört und begleitete natürlich als Skilehrer auch Liesl Karlstadt auf die Rotwand. Karl Valentin saß oft am Stammtisch in der Roten Wand, lauschte den herzhaften Sprüchen der Einheimischen und den seltenen Wörtern.
Angst vor Gewitter: Karl Valentin auf dem Wendelstein
Im Sommer nahm ihn Liesl Karlstadt sogar mit auf den Wendelstein. Mit der Zahnradbahn ging es hinauf. Karl Valentin zwar naturverbunden, aber ängstlich, blieb im Lokal während Liesl Karlstadt mit der Familie Pellkofer die Wendelsteinhöhle besichtigte. In der Zwischenzeit zog ein Gewitter auf. Nichts für Karl Valentin. Viele Fotos aus der Zeit finden sich heute im Familienalbum der Familie Pellkofer-Gaukler, die im nächsten Jahr mit dem Gasthaus „Rote Wand“ 100-jähriges Jubiläum feiert.