Das legändere Hotel Terofal

Schliersee. Nach eineinhalb Jahren Umbau und gründlicher Renovierung hat das altbekannte und weithin berühmte Hotel Terofal unter Leitung von Familie Engl seine Pforten wieder geöffnet. Nicht nur die Eltern, sondern auch Tochter und Sohn, die zudem Zwillingskinder sind, setzen all ihr gastronomisches Können für den Erfolg der berühmten Adresse ein. Neu sind der Komfort moderner Bäder und Böden sowie ein Aufzug statt nur Stiegen, alt geblieben ist der rustikale Stil mit seinen echten alten Möbeln, kurz, das gesamte Flair des Hauses mit seiner abwechslungsreichen Geschichte.
Zur Historie
Der Franzose François Xavier Laforêt (1862 - 1940), Sohn eines erfolgreichen Weinwirtes, war als Xaver Terofal ein erfolgreicher Münchner Schauspieler, der dort gleichzeitig mehrere Wirtshäuser betrieb. Mit 30 Jahren war er so berühmt, dass er in Schliersee das damalige „Hotel Seehaus“ erwerben konnte. Zusammen mit seinem Freund Konrad Dreher gründete er kurz darauf das „Schlierseer Bauerntheater“ und gab dem angrenzenden „Seehaus“ seinen eigenen Künstlernamen Terofal, der dadurch entstanden war, dass er seinen ursprünglichen Namen rückwärts las: So wurde gleichsam der Wald, was „la forêt“ auf französisch bedeutet, zum Hotel. Höchste Prominenz hat seinerzeit dort übernachtet: Kein Geringerer als König Ludwig ist im Hotel Terofal abgestiegen. Einige Schlierseer berichten, dass einige Szenen zum Film „Sissi“ dort gedreht worden sind.
Heute
Schon in den ersten Wochen nach der Wiedereröffnung hat sich eine Hochzeitsgesellschaft aus Spanien angesagt. Als wäre das alte Haus aus seinem Dornröschenschlaf erwacht, kommen die Gäste wie eh und je nicht nur aus dem Münchner Umland, sondern aus Frankreich, Spanien, Mexiko und manch anderer Gegend der Welt, in der bekannt ist, dass man im Terofal auch heute noch im Himmelbett schlafen kann. Immer wieder reisen auch Gäste allein wegen des Bauerntheater an, die dann nach der Vorstellung stilgetreu zu nächtigen wünschen. Wer in Schliersee auf königlichen Spuren wandeln möchte, kann dort jederzeit einkehren.
Küche
Für die gut bürgerliche Küche steht Gerhard Engl als Chefkoch selber in der Küche. Serviert wird in der „alten Bauernstube“ aus dem 15. Jahrhundert mit ca.30 Plätzen, der „Schlierseer Stube“ (NR), dem ehemaligen „Frühstücksstüberl“, mit ca. 30 Plätzen, der „Herzogstube“ mit ca. 20 Plätzen, oder der „Terofalstube“ (NR) mit 80 Plätzen. Wer gar mit 100 bis 250 Personen feiern möchte, kann exklusiv bei Familie Engl den Saal des Bauerntheaters reservieren.
www.hotelterofal.de