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Hamam



Damit die Seele baumeln kann

Ein Besuch in Deutschlands höchstgelegenem Hamam

 

 

Schliersee Das höchst gelegene Hamam-Bad in Deutschland befindet sich in der vitalwelt Schliersee. Vom Wellness- und Saunabereich im Obergeschoss blickt der Gast auf den Seespiegel als befände er sich mit dem Schliersee auf Augenhöhe. Ein erhabener Anblick und zugleich ein besonderes Entree in eine Wellnesswelt, die unter die Haut geht und in der Tat die Seele berührt.

 

 

800 Jahre alte Reinigungszeremonie

Hamam-Meisterin Silvana Ioannidis empfängt zunächst den Gast und lädt ihn ein, die Gedanken loszulassen und die Hamam-Zeremonie, die Lomi-Lomi, Ayurveda- oder Hot-Stone Massage, das Rasul-Bad und die vielen anderen Wohlfühlanwendungen zu genießen. Nach einem Terminmarathon und Dauerregen ist wohl eine Hamam-Zeremonie in Deutschland höchstgelegenen Hamam genau das Richtige für unseren Selbstversuch. „Hamam“ bedeutet Wärme, erklärt Silvana Ioannidis. Die Hamam-Zeremonie ist eine über 800 Jahre alte Reinigungszeremonie aus dem Orient mit durchaus spirituellem Hintergrund als Reinigung vor dem Gebet. Es trafen sich Familien oder Frauen vor der Hochzeit oder andere Gruppen im Hamam, um miteinander Themen zu besprechen, Tee zu trinken und dabei die Reinigungszeremonie zu genießen.

 

 

 

Die Hamam-Meisterin

Silvana Ioannidis öffnet die Tür zum Hamam. Es ist warm, es duftet nach wohlriechenden Essenzen, leise Musik ist zu hören, in der Mitte des Bades befindet sich eine große quadratische Steinplatte. Die ist warm. Die Hamam-Meisterin fragt mich nach meinem Thema und meint damit, wo es aktuell drückt – in der Wirbelsäule, den Kniegelenken, den Füßen? Noch bevor ich antworten kann, schließt sie die Tür, denn ein Hamam ist ein geschützter Raum und eine gute Hamam-Meisterin oder ein guter Hamam-Meister ist ein Wissenschaftler, ausgebildet in der Wissenschaft der Ganzheitlichkeit, wie Silvana Ioannidis, die Heilpraktikerin, Reiki-Meisterin, Ausbilderin für Hypnose und Autogenes Training bei der Handwerkskammer in Koblenz ist.

 

 

 

Körper Geist und Seele

Als Hamam-Meisterin weiß sie ebenso wie ihre Kollegen um die komplexen Zusammenhänge zwischen Gedanken, Körper und Seele. „Die beste Medizin ist Menschlichkeit“, zitiert Ioannidis einen antiken griechischen Mediziner. Für sie bedeute dies, dass sie ihre ganze Aufmerksamkeit und Zeit dem Gast widmet, damit er sich wohlfühlt. Dies sei ihre persönliche Einstellung, aber auch die Philosophie des Hauses. Jedes Detail sei wichtig, denn alle im Haus arbeiten im Dienste des Wohlbefindens.

 

 

Hamam-Zeremonie

Die Hamam-Zeremonie beginnt zunächst mit warmen Ganzkörpergüssen. Der Gast ist auf den Stein gebettet und die Hamam-Meisterin oder der Hamam-Meister massiert mit einem Peeling-Handschuh sorgfältig die Haut, damit die Poren sich öffnen können. Mit einer Seifenblase bestehend aus einem Seidenschlauch seift die Meisterin den Körper ein, massiert sorgfältig die Haut, insbesondere die Füße. Es folgen warme Güsse und Waschungen. Zur Zeremonie gehört auch das Waschen der Haare. Allerdings wird schnell klar: Massieren ist nicht massieren und es geht nicht um das Waschen des Körpers, sondern eine Reinigungszeremonie, die die Seele berührt und manche Menschen an Kinderzeiten und die samstäglichen häuslichen Badetage mit der Familie erinnert.

 

 

Waschungen

Mit Waschungen und Massagen bringe ein Mensch seine Wertschätzung zum Ausdruck, man ist aufmerksam für den anderen. Gern buchten Paare die Hamam-Zeremonie. Je nach Wunsch, führt die Zeremonie die Hamam-Meisterin oder der Hamam-Meister aus. Entscheidet man sich allein die Anwendung zu buchen, dann genießt der Gast die ungeteilte Aufmerksamkeit der Meisterin oder des Meisters. Nach der Reinigungszeremonie wird der Körper mit einer Massage behandelt. Silvana Ioannidis kombiniert Rosenölmassage mit Hot-Stone oder Klangschalen-Massage sowie anderen Anwendungen. Je nachdem, was der Gast braucht.

 

 

Hellfühligkeit

Silvana Ioannidis erspürt dies. Hellfühligkeit nennt man diese Gabe, der Hamam-Meister. Es geht um die Fähigkeit mit den Händen zu erspüren, wo die Verspannung sitzt, die gelöst werden muss, damit der Gast sich wohlfühlen kann. „Wenn wir die Haut berühren und massieren, dann berührt das immer auch tiefere Schichten. Ein Zustand des Wohlbefindens ist ein Zustand der Balance zwischen Körper und Geist“, erklärt Silvana Ioannidis.

 

 

 

Wohlfühltage

„Wir bieten Wohlfühlangebote, damit die Menschen die Möglichkeit haben, eine Auszeit von ihrem Alltag zu nehmen, zur Ruhe zu kommen, Kraft zu finden und auch Zweisamkeit zu erleben bei einem Rosenöl- oder Schokoladenbad zum Beispiel, gern mit einem Gläschen Champagner oder Erdbeeren.“ Dann könne die Seele baumeln. Ausführliche Infos zu den Wellnessangeboten in der vitalwelt unter www.vitalwelt-schliersee.de

 

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