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Fetziges für Kinder



Fetziges für Kinder

Waitzinger Keller bietet Reihe „Kultur für Kinder“ an

 

Miesbach. Theater und klassische Musik, kindgerecht inszeniert, damit will der Musiker und Musikpädagoge Andreas Haas Lust am Kulturgenuss wecken.

 

„Besonders Kinder im Grundschulalter können sich für klassische Musik begeistern“, hat er festgestellt.

 

Zusammen mit seinem Kammerorchester spielt er Ausschnitte aus bekannten Opern wie Zauberflöte, Freischütz und Nussknacker - eingebettet in eine Rahmenhandlung. „Die Verbindung von Musik, Schauspiel und Geschichtenerzähler, das ist mein Konzept“, erklärt Haas, der seit 2003 auch Flötist beim Freien Landestheater Bayern (FLTB) ist und jüngst in der Inszenierung von Humperdincks „Hänsel und Gretel“ als schrille Hexe für Vergnügen sorgte.

 

Allein vier Veranstaltungen bietet der Waitzinger Keller im Mai und Juni für Schulen an.

 

Organisator der Reihe ist Rudolf Maier-Kleeblatt, Intendant und Leiter des FLTB und Musiklehrer am Miesbacher Gymnasium. Mit Haas verbindet ihn die Überzeugung, Jugendlichen durch Musik besondere Erlebnisse und Erfahrungen zu ermöglichen. „Gerade bei uns in Deutschland gibt es so ein reiches, musikalisches Erbe, das, bei aller Begeisterung für Rock- und Popmusik, für die Jugend nicht verloren gehen soll“, sagt Haas, der sein Programm seit zehn Jahren bundesweit anbietet. Zudem fördere Musik kognitive Kompetenzen: „Lern- und Konzentrationsfähigkeit sowie Sozialverhalten verbessern sich nachweislich durch eigenes Musizieren oder das Hören guter Musik.“

 

 

Mit „Timmy entdeckt die Oper“ richtet sich Haas an Grundschüler ab der dritten Klasse, für die Größeren ist „Nussknacker, Wölfe und geheimnisvolle Bilder“ geeignet.

 

Zwei weitere Aufführungen studiert Inge Jooß, Lehrerin an der Gunetzrhainer Realschule, mit ihrer 25-Mitglieder starken Theatergruppe derzeit ein.

 

Für die Kleinen ab der dritten Klasse Michael Endes „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ in einer Bühnenfassung.

 

Für die älteren Schüler ihrer Theatergruppe hat sie ein anderes Stück ausgewählt. Sie wollten nicht bei ’Jim Knopf’ mitmachen und haben sich für eine spanische Komödie aus dem 17. Jahrhundert entschieden: „Die kluge Närrin oder Liebe - was ist denn das?“ von Lope de Vega.

 

Allerdings hat Inge Jooß das Stück ziemlich verändert, die Verse in Prosa umgeschrieben, den Schluss abgewandelt und das Ganze mit Schlagern der 50er und 60er Jahre gewürzt. Zudem tritt ein Clown auf und die Videogruppe der Schule liefert Projektionen per Beamer. So wird aus dem konventionellen Liebes-Stoff ein jugendkompatibles, fetziges Stück.

 

24./25. Mai:

 

jeweils 10.30 Uhr „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“, jeweils 19.30 Uhr „Die kluge Närrin oder Liebe- was ist denn das“

 

 

31. Mai/1. Juni:

 

jeweils 11 Uhr „Timmy entdeckt die Oper“ und „Nussknacker, Wölfe und geheimnisvolle Bilder“

 

 

 

 

Text: Petra Schneider

 

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