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Dirndl und Joppen

Fischbachau:

 

Von Hand hergestellt – Dirndl und Joppen für Kinder

Handwerkskunst für einen guten Zweck – Missionskreis Fischbachau

 

Süß sind die Mädchen und Buben in Trachtenstrickjacke oder Dirndlgewand anzuschauen. Wenn so ein Kleidungsstück dann noch in liebevoller Handarbeit hergestellt ist, kann es Generationen überdauern und als wertvolles Erinnerungsstück einen Menschen das ganze Leben lang begleiten.

 

Schön, wenn dann auch die Entstehungsgeschichte eine besondere ist. In Fischbachau im Leitzachtal findet der Liebhaber genau diese unverwechselbaren von Hand und zum Teil aus alten Leinen- und Lodenstoffen hergestellten Originalteile.

 

Einige Frauen haben sich vor etwa 15 Jahren zu einem Missionskreis zusammengeschlossen, um für einen guten Zweck ihre Handwerkskunst zur Verfügung zu stellen. Unter ihnen Dirndlschneiderinnen, Floristinnen, Strickerinnen, Köchinnen.

 

Sie stricken Trachtenjacken und Westen für Kinder, Dirndlkleider für Mädchen, besticken Leinenkissen nach alten Mustervorlagen mit bäuerlichen Motiven, binden jahreszeitliche Gestecke und Kränze und stellen Marmeladen und Liköre nach Familienrezepten her.

 

Die Stoffe, unter anderem Leinen, Baumwolle, Seide und Loden, sind reine Naturfasern. Viele wertvolle sind darunter, denn die Frauen bekommen oft ganze Bauernschränke voll alter Leinenballen geschenkt, ebenfalls Hirschhornknöpfe oder Lodenstoffe als Spenden von den Herstellern.

 

Kurz, es entstehen unter den Händen der Frauen wahre Schätze, die in der modernen Warenwelt Unikate genannt und mit teuren Design- oder Markenlabels versehen würden.

 

Sie werden auf Märkten in der Region verkauft und die Frauen bessern damit nicht etwa ihren Verdienst mit einem Nebenerwerb auf, sondern der Gewinn fließt auf direktem Wege nach Sucre in Bolivien. Er kommt der Missionsstation, in der Schwester Leontine Schönauer aus Fischbachau seit 1963 arbeitet, zugute.

 

Gemeinsam mit ihren Ordensschwestern vom Orden der Heiligen Familie, bauen sie seit Jahrzehnten Krankenhäuser, Artzpraxen, Schulen, Kindergärten und vieles mehr auf.

 

„Mittlerweile können die Kinder dort sogar das Abitur machen“, erzählt Liesl Reslinger, eine der Frauen, die die wunderbaren Handarbeiten herstellen und zum Missionskreis gehören. Der Missionskreis hat mit seinen Einnahmen fast zur Hälfte eines der Krankenhäuser und eine Arztpraxis finanziert. Außerdem fliegen die Frauen des Fischbachauer Missionskreises regelmäßig nach Bolivien, ebenso ihre Kinder.

 

„Sie sollen sehen, wie es woanders auf der Welt ist“, sagt Liesl Reslinger. Informationen zum Missionskreis und Kauf der Produkte bei Liesl Reslinger unter 08028/ 2304 

 

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