Historische Hammerschmiede
Schliersee
Historische Hammerschmiede seit 1720
Ein Kleinod aus längst vergangenen Zeiten ist die historische Hammerschmiede von 1720, in der Josef Geisler seit 1952 Handwerkszeuge für Forstarbeiter oder den Hausgebrauch schmiedet.
Die Werkstatt
Die Werkstatt des Hammerschmiedes ist ein dunkler Raum mit verrußten Wänden und einer offenen Feuerstelle. Schwere Hammerwerke, die mittels Transmission angetrieben werden, stehen im Raum ebenso ein Amboss. Wer die Schmiede betritt, fühlt sich in ein anderes Jahrhundert versetzt.
Schmieden von Werkzeugen
Josef Geisler schmiedet in der historischen Schmiede von Hand aus hochwertigem Stahl Sapiel – das ist eine Hacke, die Forstarbeiter in den Stamm einschlagen, um ihn ziehen oder hochheben zu können -, Rindenschäler, Äxte, Beile und vieles mehr.
Zuerst entfacht er mit spezieller Schmiedekohle ein Feuer auf der Feuerstelle. Bereits nach wenigen Minuten ist eine Temperatur von etwa 1000 Grad erreicht. In das Feuer kommt der Stahlrohling, der kurz darauf glüht und mit Zangen aus dem Feuer geholt und in den Hammerwerken bearbeitet wird.
Handarbeit
Wenn Josef Geisler schmiedet, dann ist das weit im Louisental zu hören. Viele Gäste lockt der Lärm an. Josef Geisler zeigt ihnen dann wie aus Stahl Werkzeuge gefertigt werden. Gern nehmen die Touristen sich ein von Hand geschmiedetes Werkzeug als Souvenir mit nach Hause. Die Forstarbeiter schätzen die Handarbeit, weil ein maßgefertigtes Werkzeug samt Stiel perfekt in der Hand liegt. Löst sich mal eine Axt vom Stiel, dann repariert der Schmied das Werkzeug.
Historische Hammerschmiede
Josef Geisler
Schliersee/Neuhaus im Josefsthal
Aurachstraße 2
08026/71004
Fotos: Nursen Özlükurt